
- unterschiedliche Gewürze - Gudrun Dreier
Gewürze verfeinern unsere Speisen und geben ihnen eine ganz besondere Note. Gewürze regen unsere Sinne an, denn neben dem Geschmack geht von ihnen ein meist anregender Duft aus, der uns das Wasser im Mund zusammenlauft läßt.
Gewürze und Gewürzmischungen können aber noch viel mehr. Ob sie glücklich machen, ist wissenschaftlich nicht einwandfrei bewiesen. Dazu kommen die Wirkstoffe in der Regel in zu geringen Dosen vor. Doch allein der Glaube daran kann schon eine gute Stimmung erzeugen. Unbestritten ist aber ihre heilsame Wirkung durch den hohen Anteil ätherischer Öle und ihre Bedeutung in der Küche.
Gewürze die in der Küche nicht mehr fehlen dürfen
Curcuma(Gelbwurz)
Curcuma gehört zur Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae) und wächst in den Gebirgen tropischer Regionen. In der Küche verwendet wird der Wurzelstock (Rhizom), frisch oder getrocknet und gemahlen. Curcuma gibt der Currymischung die gelbe Färbung. Curcumin ist die wichtigste Wirksubstanz
Cumin (Kreuzkümmel)
Cumin gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaveae) und gedeiht in warmen Regionen. Anbaugebiete sind der Nahe Osten, Südasien und Lateinamerika, um nur die wichtigsten zu nennen. Verwendung findet er in der Küche als ganze Samen oder gemahlen.
Koriander
Koriander gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaveae) und wird überwiegend in Asien, Zentral- und Südamerika sowie im Mittelmeerraum angebaut. Bekannt ist er auch unter den Namen Chinesiche Petersilie oder Indische Petersilie. Verwendet wird nicht nur das Grün der Pflanze, sondern auch die Früchte, ganz oder gemahlen. Er findet auch in der Parfümindustrie Verwendung.
Kardamon
Kardamon gehört zu der Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae) und wird vor allem in Asien angebaut. Zu unterscheiden sind der schware Kardamon und der grüne Kardamon. In der Küche werden die Samen, zerstoßen oder gemahlen, verwendet. Wird der schwarze Karadamon fast ausschließlich für pikante Speisen benutzt, findet der grüne Kardamon auch in Süßspeisen, Tee und Kaffee Verwendung. Zudem wird Kardamon eine aphrodisierende Wirkung nachgesagt.
Zimt
Zimt gehört zur Familie der Lorbeergewächse (Lauraceae) und kommt überwiegend im Raum um den indischen Ozean vor. Wegen der gesundheitlichen Risiken sollte der etwas kostspieligere Ceylon-Zimt dem Cassia-Zimt aus China vorgezogen werden. Für die Küche wird wegen des Aromas nur die Rinde junger Bäume verwendet, und das als Stange oder gemahlen. Wegen des süßlichen Geschmacks komnmt Zimt überwiegend in der Bäckerei vor, kann aber auch gut für Fleischgerichte verwendet werden.
ChiliChili gehört zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) und wird überwiegend in Mittelamerika - hier ist der UIrsprung - und Südostasien angebaut. Capcaicin ist der Stoff, der für die Schärfe verantwortlich ist. Dieses Capcaicin ist in jeder Sorte und dort in jeden Reifegrad der Frucht vorhanden. Verwendet wird Chili frisch oder getrocknet, als ganze Frucht oder zerkleinert. Seit einigen Jahren wird Chili nicht nur für die pikante Küche verwendet, sondern hat seinen Siegeszug in der Schokoladenindustrie angetreten.
Ingwer
Ingwer gehört zu der Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae) und wird vor allem in den Tropen und Subtropen angebaut. Verwendet wird in der Küche der Wurzelstock (Rhizom), frisch oder getrocknet und gemahlen. Durch seine süße Schärfe verleiht er Suppen, Fisch- und Fleischgerichten und Gebäck eine ganz besondere Note. Kandiert ist er mit und ohne Schokolade zu haben. Als Getränk kennt man ihm im Ginger Ale (Ingwerbier) oder als Tee, der wärmt und den Magen aufräumt. Auch sagt man ihm eine aphrodisierende Wirkung nach.
Die Wirkung der Gewürze auf den Körper
Sicherlich können fundierte Kenntnisse über Gewürze und deren Wirkweise den Arzt und die medizinische Therapie nicht ersetzen. Davor sei an dieser Stelle auch eindringlich gewarnt. Als Unterstützung und zur Linderung der "Alltagsbeschwerden", also solcher, die einen Arztbesuch nicht unbedingt rechtfetigen, sind sie allemal angesagt.
Klassische Wirkweisen sind:
- Förderung des Appetits und des Speichelflusses
- Föderung der Fettverdauung und somit Linderung von Blähungen und Völlegefühl
- Wirkung gegen die Reisekrankheit
- Föderung der Entzündungshemmung
- Unterstützung bei der Senkung von Blutzucker, Cholesterin und Blutdruck
- Föderung von Entspannung und Stressabbau
Des weiteren werden Gewürze auch zur Behandlung von Rheumabeschwerden eingesetzt, und manchen, zum Beispiel Nelken oder Ingwer, wir eine aphrodisierende Wirkung nachgesagt.
